Atomenergie: Frankreich verlängert AKW-Laufzeiten auf 50 Jahre
Paris. Ein Großteil von Frankreichs Atomkraftwerken darf nach einer Entscheidung der Atomaufsicht 50 Jahre lang in Betrieb bleiben. Die Autorité de Sûreté Nucléaire (ASNR) billigte für 20 Atomkraftwerke diese Laufzeitverlängerung und forderte den staatlichen Betreiber EDF zugleich zu Verbesserungen bei der Sicherheit auf, wie es in einer Stellungnahme der Behörde hieß.
Bereits 2021 hatte die Atomaufsicht für 32 Reaktoren eines älteren Kraftwerkstyps eine Laufzeitverlängerung auf 50 Jahre erlaubt.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Ausbau der heimischen Atomkraft zu einem zentralen Projekt seiner Regierung erklärt. Dieses umfasst sowohl die Verlängerung der Laufzeiten bestehender Anlagen als auch den Bau von mindestens sechs neuen Reaktoren.
AKWs aus den 80ern laufen weitere zehn Jahre
Bei den nun betroffenen Reaktoren handelt es sich um die sogenannte 1300-MW-Baureihe der französischen Atomkraftwerke, die hauptsächlich in den 1980er Jahren in Betrieb gingen. Einige davon erreichen demnächst eine Betriebslaufzeit von 40 Jahren. In Frankreich ist alle zehn Jahre eine periodische Sicherheitsüberprüfung der Meiler vorgeschrieben, um ihren weiteren Betrieb zu überprüfen.