Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen schließen mit neuen Rekorden
Düsseldorf. Nach einem unruhigen Handelsstart setzten die US-Indizes am Montag ihre Rekordjagd fort – zwei Indizes schließen mit neuen Bestmarken. Im Fokus der Anleger stand eine Eskalation im Streit der US-Regierung mit der Notenbank Fed. Zuvor hatten die Börsenbarometer zeitweise zwischen einem halben und einem Prozent eingebüßt.
- Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schließt auf einem neuen Rekordniveau von 49.590 Punkten und damit 0,17 Prozent im Plus.
- Der breiter gestreute S&P 500 schließt 0,16 Prozent im Plus bei 6977 Zählern und damit ebenfalls mit einem neuen Rekord.
- Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um knapp 0,26 Prozent auf 23.733 Punkte vor.
In einem neuen Anlauf legt sich Trump mit der Fed an. Das US-Justizministerium stellte der Notenbank am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Kontext der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Powell weist die Vorwürfe scharf zurück. „Diese beispiellose Maßnahme muss im größeren Kontext der Drohungen und des anhaltenden Drucks der Regierung betrachtet werden“, sagte er. Trump fordert bereits seit Beginn seiner Amtszeit, dass Powell den Leitzins stärker senkt. Experten warnen immer wieder, dass sie die Unabhängigkeit der Fed in Gefahr sehen.
Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins in der zweiten Jahreshälfte 2025 auf die aktuelle Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Viele Analysten gehen derzeit davon aus, dass der Leitzins zumindest bis zur Jahresmitte unverändert bleibt, die Fed könnte ihn dann jedoch weiter senken. JP Morgan erwartet dagegen, dass der nächste Schritt der Fed erst im kommenden Jahr folgt, und geht von einem Anstieg im dritten Quartal 2027 aus.