Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen nach weiteren Bankbilanzen unter Druck
Düsseldorf. Nach einem schwachen Dienstag ging es an der Wall Street am Mittwoch erneut nach unten. Ins Minus drückten die wichtigsten US-Indizes unter anderem die Aktien von Großbanken, nachdem deren Zahlen die Anleger trotz hoher Gewinne enttäuschten.
- Der Dow Jones der Standardwerte lag über den Tag hinweg teilweise 0,4 Prozent im Minus, hat den Handelstag dann doch kaum verändert auf 49.150 Punkten geschlossen.
- Der breit gestreute S&P 500 schloss mit 0,5 Prozent im Minus bei 6927 Zählern.
- Der technologielastige Nasdaq stand zu Handelsende mit 1 Prozent im Minus bei 23.472 Punkten.
Die US-Börsen stehen unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump ankündigte, womöglich in die anhaltenden Demonstrationen im Iran einzugreifen. Das Personal eines US-Luftwaffenstützpunktes in Katar wurde aufgefordert, diesen zu verlassen.
In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass iranische Sicherheitskräfte, nachdem das Internet in dem Land abgeschaltet worden war, etliche Demonstrierende getötet hatten. Die genaue Zahl ist noch immer unklar. Aktivisten gehen von mehreren Tausend aus.
Viele Demonstrierende sitzen in Haft. Sollte der Iran diese hinrichten, so droht Trump, dann würde er nicht zögern, der Bevölkerung Unterstützung zu senden. „Das Ziel ist es, zu gewinnen. Ich gewinne gerne. Und wir gewinnen“, sagte Trump dem TV-Sender CBS News in Detroit.
Die Sorge über Lieferausfälle beim bedeutenden Ölproduzenten überlagerte die Effekte von Venezuelas Wiederaufnahme der Ölexporte nach Aufhebung des US-Embargos. Rohöl der Sorte Brent lag im weiteren Verlauf 1,6 Prozent im Minus bei 64,45 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI fiel um 1,7 Prozent auf 60,13 Dollar je Barrel.